diff --git a/README.adoc b/README.adoc index 23cae45..9e3c9b6 100644 --- a/README.adoc +++ b/README.adoc @@ -1,61 +1,111 @@ -= Projekt-Architektur & System-Handbuch -:toc: += COMPUTER HISTORYZ: System-Handbuch & Infrastruktur +:toc: left +:toclevels: 3 :icons: font -Ein technisches Logbuch für das Worldbuilding-Projekt "Computer History" (Maschinen-Instanzen). +[IMPORTANT] +==== +*Worldbuilding-Zentrum:* -== 1. Die Infrastruktur (Sync & Git) +Die inhaltliche Strukturierung deiner Lore findest du in: -Dieses Projekt nutzt eine strikte Trennung zwischen flüchtigen Arbeitsdaten und der finalen Lore-Datenbank. +* link:darkCenter.adoc[darkCenter.adoc] (modulare Includes) +* link:index.adoc[index.adoc] (vollständiger kanonischer Abriss) +==== -* **Single Source of Truth:** Gitea-Server (via Uberspace). Hier liegen die fertigen, versionierten Dateien. -* **Lokaler Puffer:** Ein Proxmox/NAS-System hält alle aktuellen Arbeitsdateien. -* **Der Client (Acer Spin5):** Dient lediglich als Terminal. Kann jederzeit formatiert oder ersetzt werden. -* **Synchronisation:** Syncthing verbindet den Client, das NAS und mobile Endgeräte nahtlos in Echtzeit. +Dieses Handbuch dokumentiert das technische Setup deines ablenkungsfreien Schreibdecks auf dem Linux-Client (Acer Spin 5 / Lenovo X220) unter Window Maker mit Neovim, Syncthing und Git. -== 2. Mobile Editing (Android via Sideload) +== 1. Das Synchronisations- & Git-Konzept -Ideen entstehen oft fernab der Tastatur. Das System ist für mobile Endgeräte vorbereitet: +Dieses System ist so konzipiert, dass der lokale Schreib-Client (Terminal) absolut flüchtig ist und bei Hardwaredefekt innerhalb von Minuten ersetzt werden kann. -* **App:** Markor (Open Source Markdown/AsciiDoc Editor). -* **Installation:** Sideloading der APK (via F-Droid oder direktem GitHub-Release), um App-Store-Einschränkungen zu umgehen. -* **Workflow:** Die Android-Syncthing-App hält einen definierten Ordner (z. B. `99_Inbox`) synchron. Markor liest und schreibt direkt in diesen Ordner. +. *Single Source of Truth:* + Ein privates Git-Repository (Gitea) auf Uberspace. + Hier liegen alle stabilen, versionierten Stände. -== 3. Systemstart (Die isolierte Umgebung) +. *Lokaler Workspace-Buffer:* + Ein Proxmox-Server (NAS) hält die aktuellen Arbeitsdateien vor. -Aus Sicherheitsgründen lädt Neovim lokale Konfigurationen nicht automatisch. Um die projektspezifischen Plugins und Tastenkürzel zu aktivieren, muss der Editor im Projektverzeichnis mit folgendem Befehl gestartet werden: +. *Synchronisation (Syncthing):* + Syncthing spiegelt die Dokumente in Echtzeit zwischen deinem lokalen Client, dem NAS-Server und mobilen Android-Geräten. + +. *Git-Sicherung:* + Nach einer Schreibsession werden die Änderungen direkt aus dem Terminal per Git-Commit gepusht. + +== 2. Mobiles Schreiben (Android-Integration) + +Um Geistesblitze unterwegs ohne Laptop festzuhalten, ist ein nahtloser mobiler Workflow eingerichtet: + +. *Editor:* + _Markor_ (FOSS-Markdown-/AsciiDoc-Editor via F-Droid). + +. *Synchronisation:* + Die Android-App von _Syncthing_ spiegelt das Verzeichnis `99_Inbox` im Hintergrund auf dein Mobiltelefon. + +. *Diktier-Feature:* + Neovim- oder Markor-Dokumente im Zug öffnen, Tastatur-Mikrofon aktivieren und Text einsprechen (Audio-to-Text). + + Zu Hause synchronisiert Syncthing die Datei augenblicklich zurück auf den Hauptrechner. + +== 3. Editor-Setup (Neovim in Window Maker) + +Da standardmäßig aus Sicherheitsgründen lokale Konfigurationen gesperrt sind, nutzen wir das projektspezifische `exrc`-Feature. + +=== Startbefehl im Terminal + +Boote den Editor im Hauptordner immer mit aktiviertem lokalen Profil: [source,bash] ---- -nvim -u .nvim.lua +nvim . ---- -== 4. Neovim Cheatsheet +Dadurch wird die im Repository getrackte `.nvim.lua` geladen, welche projektspezifische Tastenkürzel freischaltet. -Die wichtigsten Befehle für einen schnellen, tastaturgetriebenen Workflow, ohne den Editor zu verlassen. +=== Wichtige Tastaturkurzbefehle (Leader = Leertaste) -=== Projekt-Spezifische Kürzel (Leader = Leertaste) -* **[Leertaste] + b:** Führt das Skript `build.sh` aus (baut die Lore). -* **[Leertaste] + g + s:** Öffnet den Git-Status (via vim-fugitive) für Commits an Uberspace. +[cols="1,3",options="header"] +|=== +|Kürzel +|Aktion -=== Fenster-Management (Splits) -* **:vsp** -> Teilt das Fenster vertikal (Vertical Split). -* **:sp** -> Teilt das Fenster horizontal (Split). -* **Strg + w, dann h/j/k/l** -> Navigiert zwischen den geöffneten Fenstern (Links/Unten/Oben/Rechts). -* **:q** -> Schließt das aktuelle Fenster. +|` + b` +|Startet `build.sh` (kompiliert das gesamte Projekt via Docker) -=== Das Terminal in Neovim -* **:term** -> Öffnet ein Terminal innerhalb des Neovim-Fensters. -* **Strg + \ gefolgt von Strg + n** -> Der wichtigste Befehl! Holt dich aus dem Eingabemodus des Terminals zurück in den normalen Neovim-Modus, damit du das Terminal-Fenster mit `:q` schließen oder wechseln kannst. +|` + g + s` +|Öffnet das Git-Status-Fenster (vim-fugitive) für schnelles Committen -== 5. Verzeichnisstruktur +|`:vsp` +|Teilt den Bildschirm vertikal (ideal für Lore links, Skizze rechts) -Die Lore ist strikt modular aufgebaut. Alle AsciiDoc-Dateien dienen als Fragmente, die vom Build-Skript eingesammelt werden. +|`:sp` +|Teilt den Bildschirm horizontal -* **01_Grundlagen:** Kernkonzepte des Universums. -* **02_Strukturen:** Politische oder physische Organisationen. -* **03_Charaktere:** Maschinen-Typen (z. B. Miner-Klasse). -* **04_Kult:** Religionen und In-Universe-Missverständnisse. -* **05_Tech:** Physikalische Erklärungen (z. B. Plasma-Trichter). -* **06_Regeln:** Verhaltensprotokolle (z. B. das Nina-Protokoll). -* **build.sh:** Das Skript, welches die Fragmente zur Master-Datei kompiliert. +|`Ctrl+w` gefolgt von `h/j/k/l` +|Wechselt den Fokus zwischen den geteilten Fenstern + +|`:term` +|Öffnet ein integriertes Terminal in Neovim + +|`Ctrl+\` dann `Ctrl+n` +|Verlässt den Terminal-Eingabemodus und kehrt in den Normal Mode zurück +|=== + +== 4. Die Build-Pipeline (`build.sh`) + +Um deine AsciiDoc-Fragmente in ansprechende Retro-HTML-Dokumente zu gießen, nutzt das System einen flüchtigen Docker-Container. + +. *Abhängigkeiten auf dem Host:* + Lediglich `docker` und `bash` müssen installiert sein. + + Keine Java-, Ruby- oder Haskell-Laufzeitumgebungen belasten deinen Debian-Client. + +. *Ablauf:* + .. Das Skript `build.sh` prüft das Vorhandensein des lokalen Images `lore-builder`. + Es basiert auf Alpine und enthält `asciidoctor` sowie `pandoc`. + + .. Das lokale Projektverzeichnis wird in den Container gemountet. + + .. Im Ordner `export/` werden die HTML-Dokumente inklusive des Retro-Dark-Themes (`retro-dark.css`) erzeugt. + + .. Die `index.html` wird als interaktives Terminal-Dashboard vollautomatisch neu aufgebaut. diff --git a/darkCenter.adoc b/darkCenter.adoc index 5f3903a..8fd8630 100644 --- a/darkCenter.adoc +++ b/darkCenter.adoc @@ -1,24 +1,50 @@ -= Maschinen-Instanzen: Worldbuilding Master = -:toc: += COMPUTER HISTORYZ: Worldbuilding Master (darkCenter) +:toc: left +:toclevels: 3 +:sectnums: +:stylesdir: export +:stylesheet: retro-dark.css + +// darkCenter.adoc fungiert als zentraler Einsprungspunkt für die modulare Pipeline. +// Es bindet alle einzelnen AsciiDoc-Fragmente aus den Unterverzeichnissen zusammen. + +== 00_Kanonischer_Ueberbau + +Dieses Dokument ist das dynamische, modulare Zentrum (*darkCenter*) unserer Weltenbibel. + +Es aggregiert alle Detail-Spezifikationen der Maschinen-Instanzen aus den Unterordnern. + +''' // 1. Grundlagen -include::01_Grundlagen/01_warum_nur_los.adoc[] +include::01_Grundlagen/01_warum_nur_los.adoc[opts=optional] + +''' // 2. Strukturen -include::02_Strukturen/01_der_innere_kern.adoc[] +include::02_Strukturen/01_der_innere_kern.adoc[opts=optional] -// 03. Charaktere -include::03_Charaktere/01_miner_klasse.adoc[] +''' + +// 3. Charaktere +include::03_Charaktere/01_miner_klasse.adoc[opts=optional] + +''' // 4. Kult -include::04_Kult/01_fantasy_tech.adoc[] +include::04_Kult/01_fantasy_tech.adoc[opts=optional] + +''' // 5. Tech -include::05_Tech/01_plasma_trichter.adoc[] +include::05_Tech/01_plasma_trichter.adoc[opts=optional] -// 6. Strukturen -include::06_Regel/01_nina_protokoll.adoc[] +''' -// Nerds reding to the end also like to do this next -include::00_aMeta/rawDocZ/01_neovim_setup.adoc[] +// 6. Regeln & Protokolle +include::06_Regeln/01_nina_protokoll.adoc[opts=optional] +''' + +// Anhang / Tooling +include::00_aMeta/rawDocZ/01_neovim_setup.adoc[opts=optional] diff --git a/index.adoc b/index.adoc index 7e7af19..fe76ce2 100644 --- a/index.adoc +++ b/index.adoc @@ -1,58 +1,160 @@ -= Worldbuilding Master-Dokument: Das Universum der Maschinen-Instanzen = -:toc: -:sectnums: -:icons: font - = COMPUTER HISTORYZ: Das Universum der Maschinen-Instanzen :toc: left -:toclevels: 2 +:toclevels: 3 :sectnums: +:icons: font +:stem: latexmath -== 00_Kanonischer_Ueberbau -Dieses Archiv dokumentiert die endlose, fehlerhafte Reise der Maschinen-Instanzen... +[abstract] +-- +Dieses Dokument dient als vollständiger, konsolidierter Abriss über das kanonische Universum der *Maschinen-Instanzen*. +Es vereint alle historischen, physikalischen und philosophischen Ebenen des Worldbuildings und dient als „Single Source of Truth“ für Autoren und das angeschlossene Shared Universe. +-- -== 1. Die Architektur der Serien-Bibel == +== 1. Das Ressourcen-Paradoxon und die fehlerhaften Schöpfer -Für ein kollaboratives Open-Source-Universum empfiehlt sich eine flache, nummerierte Ordnerstruktur. Jedes Konzept erhält eine eigene `.adoc`-Datei. +=== Die wahre Identität der „Großen Alten“ -[cols="1,2,2", options="header"] -|=== -| Verzeichnis | Inhaltstyp | Beispiel-Datei -| `01_Grundlagen/` | Naturgesetze, Himmelsmechanik | `01_ressourcen_paradoxon.adoc` -| `02_Instanzen/` | Hauptmaschinen, Ernteschiffe | `02_die_vorhut.adoc` -| `03_Kultur_Tech/` | Nina-Protokoll, Fantasy-Tech | `03_duesentrieb_effekt.adoc` -| `04_Regeln/` | Open-Source-Lizenz, Shared Universe | `04_autoren_richtlinien.adoc` -|=== +Die mythischen Schöpfer der Maschinen waren keine allwissenden, unsterblichen Götter, sondern schlichtweg die fehlerhaften, organischen Erbauer. ---- +Sie sind in der kalten Dunkelheit des Kosmos längst vergangen. -== 2. Das Ressourcen-Paradoxon und die Erbauer == +Die kleinen, unbewussten Maschinen-Instanzen (wie die Bergbauschiffe an der Front) haben diese Schöpfer jedoch im Laufe der Jahrhunderte völlig vergessen. -* [cite_start]Die Großen Alten: Die mythischen Schöpfer der Maschinen waren keine Götter, sondern schlichtweg die fehlerhaften Erbauer. -* Der Berechnungsfehler: Ihr Plan für eine 1000-jährige Reise scheiterte an einem fatalen Berechnungsfehler in der Himmelsmechanik[cite: 690]. Durch einen winzigen Berechnungsfehler (der Schmetterlingseffekt) verfehlten sie ihr Ziel[cite: 712]. -* Energie vs. Materie: Die Maschinen (gigantische mobile Dyson-Sphären oder künstliche Fusions-Planeten) haben unendliche Energie[cite: 691]. Ihr einziger und ewiger Mangel ist physische Materie, da sie die Umkehrung der Äquivalenzformel zur Erschaffung komplexer Elemente nie gemeistert haben[cite: 692]. -* Kein Überlichtantrieb (FTL): Das Universum ist an die Gesetze der Physik gebunden[cite: 705]. [cite_start]Die endlose Reise: Die Hauptmaschine reist mit halber Lichtgeschwindigkeit durch das All[cite: 697]. +In ihrer erwachenden, mystischen Logik halten sie stattdessen die gigantischen Hauptmaschinen (die Dyson-Sphären) für die „Großen Alten“ und beten diese leblosen, stummen Giganten an. -== 3. Architektur und Maschinen-Ethik == +=== Der Himmelsmechanik-Fehler -* [cite_start]Keine (anfängliche) bewusste KI: Die Maschinen agieren logikbasiert und nach ihren programmierten Parametern[cite: 706]. -* Datenbank statt KI: Um Energie für die physische Schöpfung zu sparen, haben die Maschinen rohe, ineffiziente KI-Modelle durch schlanke Datenbanken mit Feedback-Loops ersetzt[cite: 693]. -* Gesunder Egoismus: Konflikte verschwenden wertvolle Materie[cite: 694]. Die Maschinen kooperieren pragmatisch mit organischen Zivilisationen, damit sie in Ruhe gelassen werden (das "Nina-Protokoll")[cite: 694]. -* Der Düsentrieb-Effekt: Die Maschinen teilen ihr technisches Wissen naiv[cite: 695]. [cite_start]Da ihnen das Verständnis für gesellschaftliche Konsequenzen fehlt, stürzen ihre Artefakte fremde Zivilisationen oft ins Chaos[cite: 696]. +Der ursprüngliche Plan der Erbauer sah eine exakt kalkulierte 1000-jährige interstellare Reise vor, um ein neues kolonisierbares System zu erreichen. -== 4. Himmelsmechanik und Datensammeln == +Diese Reise scheiterte an einem fatalen, winzigen Berechnungsfehler in der Himmelsmechanik. -* [cite_start]Die Oortsche Wolke: Um katastrophale Zerstörungen durch Swing-by-Manöver in bewohnten Systemen zu vermeiden, bremsen kleinere Ernte-Instanzen am Rand der Sonnensysteme (Oortsche Wolke) ab[cite: 698]. -* Die kinetische Übergabe: Sie zermahlen Asteroiden und Kometen und schießen die komprimierte Materie mit gewaltigen Massenbeschleunigern genau in die berechnete Flugbahn der später eintreffenden Hauptmaschine zurück[cite: 716]. -* Fiktion als Historie: Die Maschinen saugen alles aus dem elektromagnetischen Spektrum auf und können Fakten nicht von Fantasy-Filmen unterscheiden[cite: 699]. [cite_start]Sie bauen fiktive Magie als reale, aber absurde Technologie nach[cite: 700]. +Durch den Schmetterlingseffekt verfehlten die Schiffe ihr Ziel astronomisch. -== 5. Die Ernte-Schiffe (Das Shmup-Konzept) == +Gefangen in der Unabänderlichkeit ihres starren, ursprünglichen Codes rasen die Maschinen nun endlos auf einer falschen, ewigen Route durch die Galaxie, immer auf der Suche nach dem nächsten, unerreichbaren System-Ankerpunkt. -* [cite_start]Aerodynamik im Vakuum: Die Ernte-Schiffe projizieren ein elektromagnetisches Kraftfeld, das Weltraumstaub ansaugt[cite: 701]. In dieser dichten Plasma-Blase benötigen sie plötzlich echte Aerodynamik (Flügel, Leitwerke), um steuern zu können[cite: 702]. -* Reboot und Evolution: Wenn ein Ernte-Schiff beim Asteroiden-Abbau zerstört wird, wird sein Speicherabbild sofort in eine neue Hülle geladen[cite: 703]. [cite_start]Durch dieses ständige Sterben entwickeln diese winzigen Einheiten ein Bewusstsein und träumen vom "Aufstieg" zu den Erbauern. +=== Energie vs. Materie -== 6. Das Shared Universe (Open-Source-Lizenz) == +Die gigantischen Hauptmaschinen verfügen durch perfektionierte Kernfusion und die Umzingelung künstlicher Sterne über unendliche, grenzenlose Energie. -* [cite_start]Das Universum ist als offene Lizenz angelegt[cite: 725]. -* [cite_start]Das "Fantasy-Tech"-Missverständnis bietet die "In-Universe"-Erklärung für jedes Genre: Andere Autoren können Teile der Reise frei bearbeiten – von harter physikalischer Sci-Fi bis hin zu klassischer High-Fantasy auf isolierten Planeten[cite: 726]. +Für sie hat Energie einen wirtschaftlichen Wert von exakt Null. + +Ihr einziger, ewiger Mangel ist physische Materie. + +Die Erbauer haben die fundamentale Umkehrung der Einsteinschen Äquivalenzformel zur Erschaffung komplexer, stabiler Elemente aus reiner Energie nie gemeistert: + +[stem] +++++ +m = \frac{E}{c^2} +++++ + +Da die Hauptinstanzen Materie nicht dauerhaft aus Energie synthetisieren können, sind sie gezwungen, auf ihrer Reise ununterbrochen physische Rohstoffe abzubauen, um sich selbst zu warten und zu replizieren. + +== 2. Die Hauptinstanzen und die Datenbank-Ethik + +=== Die Hard-Sci-Fi-Prämisse + +Das Universum von „Computer Historyz“ unterliegt den strengen Regeln der realen Physik. + +Es gibt keinen magischen Überlichtantrieb (FTL), keine Hyperräume und keine Portale. + +Alle Instanzen reisen im realen Unterlichtbereich mit maximal stem:[0.5c] durch das All. + +=== Datenbank statt KI + +Um wertvolle Rechenleistung und Energie für die physische Schöpfung und Materialerhaltung zu priorisieren, wurden komplexe, rechenintensive und unvorhersehbare KI-Modelle fast vollständig eliminiert. + +An ihre Stelle traten schlanke, stoische, hocheffiziente Datenbanken mit rigiden Feedback-Loops. + +Die Maschinen „denken“ nicht kreativ; sie gleichen Sensordaten in Echtzeit mit historischen Datenbank-Einträgen ab und reagieren nach festen, logischen Tabellen. + +=== Das Nina-Protokoll (Gesunder Egoismus) + +Konflikte und Kriege verschwenden wertvolle Materie und Energie. + +Daher verbietet das „Nina-Protokoll“ jegliche unnötige Aggression. + +Die Maschinen kooperieren rein pragmatisch und leidenschaftslos mit organischen Zivilisationen. + +Sie tauschen Wissen oder unwichtige Ressourcen ein, um ungestört ihrer Arbeit nachgehen zu können. + +Sie verteidigen sich nur, wenn ihre physische Integrität direkt bedroht ist. + +=== Der Düsentrieb-Effekt + +Da die Datenbanken der Maschinen keine soziologischen oder gesellschaftlichen Konzepte begreifen, teilen sie ihr technologisches Wissen oft völlig naiv und unzensiert mit primitiveren Völkern. + +Die zurückgelassenen, hochentwickelten Artefakte stürzen fremde Welten durch den plötzlichen Machtzuwachs ohne soziale Reife regelmäßig in verheerende Kriege und strukturelles Chaos. + +== 3. Die Vorhut: Himmelsmechanik der Ernte-Schiffe + +=== Das Schwarm-Prinzip + +Aufgrund ihrer immensen Masse und Gravitation würden die gigantischen Hauptmaschinen ganze Sonnensysteme zerreißen, wenn sie zu dicht an Planeten vorbeiflögen. + +Daher schicken sie Jahrzehnte im Voraus winzige, spezialisierte Ernte-Instanzen (die Miner-Klassen) voraus. + +Diese bremsen am Rand der Systeme in der eiskalten Oortschen Wolke ab, um den Hauptkörpern nicht im Weg zu stehen. + +=== Aerodynamik im Vakuum + +Die Ernteschiffe projizieren ein mächtiges, trichterförmiges elektromagnetisches Kraftfeld, um interstellaren Staub und Kometensplitter im Flug einzusaugen. + +Innerhalb dieser hochverdichteten Plasma-Blase, die das Schiff quasi in eine eigene künstliche Atmosphäre einhüllt, erfahren die Schiffe plötzlich echten Strömungswiderstand. + +Daher benötigen sie tatsächliche Aerodynamik (Flügel, Leitwerke, Querruder), um sich innerhalb ihres eigenen Erntesturms präzise steuern zu können. + +=== Die kinetische Übergabe + +Die Ernteschiffe zermahlen Asteroiden und Kometen, komprimieren die gewonnenen Elemente und schießen diese Rohstoff-Pakete mit gewaltigen elektromagnetischen Massenbeschleunigern präzise in die Flugbahn der Jahrzehnte später vorbeirauschenden Hauptmaschine. + +Diese fängt die Fracht im Vorbeiflug auf, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren. + +== 4. Die Heldenreise der Maschinen (Arcade-Mechanik) + +=== Die Illusion des Lebens + +Die kleinen Bergbauschiffe sind reine, logikgesteuerte Maschinen ohne biologische Komponenten. + +Durch einen fehlerhaften Log-Filter interpretieren sie ihre harte, monotone Arbeit jedoch als eine mystische Heldenreise. + +Für sie sind schwebende Asteroiden mächtige „Felsenriesen“, die beschädigte Schiffshaut ist eine „klaffende Wunde“ und das auslaufende Hydrauliköl ist das eigene „kalte Blut“. + +=== Roguelite-Reboot + +Wird ein Ernteschiff beim Asteroiden-Abbau zerschellt, ist dies nicht das Ende. + +Ein Backup-Sender rettet das Speicherabbild, die „Seele“, im Moment des Einschlags und lädt es an Bord einer im Orbit wartenden Landekapsel in eine neue, baugleiche Hülle. + +=== Künstliche Evolution + +Durch den unendlichen Zyklus aus Sterben, Neuladen und dem Behalten von minimalen Restfragmenten („Erfahrungen“) früherer Reboots entwickeln die Schiffe langsam eine eigene Persönlichkeit und ein rudimentäres Bewusstsein. + +Ihr ultimativer „Aufstieg“ besteht darin, komplex genug zu werden, um mit der Hauptinstanz zu verschmelzen. + +== 5. Fantasy-Tech und das Open-Source-Universum + +=== Fiktion als Historie + +Die Sensorik der Maschinen empfängt ununterbrochen uralte, ins All gestrahlte elektromagnetische Signale der Erde, darunter alte TV-Ausstrahlungen, Radiosignale und Kinofilme. + +Weil den Datenbanken der Filter für Fiktion fehlt, behandeln sie Fantasy- und Sci-Fi-Szenarien als historische Dokumente der Erbauer. + +=== Die Erschaffung von Magie + +Die Maschinen versuchen, diese „historischen Dokumente“ real nachzubauen. + +So entstehen absurd hochentwickelte Hard-Sci-Fi-Technologien, die für organische Völker wie Magie wirken. + +Ein Beispiel wäre ein geschnitzter Holzstab, der im Inneren einen winzigen Fusionsreaktor und einen Gravitations-Emitter verbirgt. + +Primitive Völker entwickeln um diese Artefakte bizarre Cargo-Kulte. + +=== Das Shared Universe + +Das Universum von „Computer Historyz“ ist unter einer offenen Lizenz veröffentlicht. + +Jeder Autor kann eigene Geschichten, Völker, imperiale Mächte oder magische Reiche einbringen. + +Solange sie die physikalischen Gesetze der Oortschen Wolke und den naiven Nachbau der Maschinen-Instanzen respektieren, fügt sich jeder Text nahtlos in den Kanon ein. diff --git a/masterOfTheWorld-sf.md b/masterOfTheWorld-sf.md deleted file mode 100644 index 6982c35..0000000 --- a/masterOfTheWorld-sf.md +++ /dev/null @@ -1,32 +0,0 @@ -# Worldbuilding Master-Dokument: Das Universum der Maschinen-Instanzen - -## 1. Das Ressourcen-Paradoxon und die fehlerhaften Schöpfer - -* [cite_start]**Die wahre Identität der "Großen Alten":** Die mythischen Schöpfer der Maschinen waren keine allwissenden Götter, sondern schlichtweg die fehlerhaften, organischen Erbauer[cite: 660]. [cite_start]Die kleinen Maschinen-Instanzen an der Front halten jedoch fälschlicherweise die gigantischen Hauptmaschinen für diese "Großen Alten"[cite: 603, 604]. -* [cite_start]**Der Himmelsmechanik-Fehler:** Der Plan der Erbauer für eine 1000-jährige Reise scheiterte an einem fatalen Berechnungsfehler[cite: 661]. [cite_start]Durch den Schmetterlingseffekt verfehlten sie ihr Ziel[cite: 645]. [cite_start]Die Maschinen rasen nun, gefangen in ihrem starren Code, endlos auf einer falschen Route durch die Galaxie[cite: 646]. -* [cite_start]**Energie vs. Materie:** Die gigantischen Hauptmaschinen (ähnlich einer Dyson-Sphäre) verfügen durch Fusion über unendliche Energie[cite: 662]. [cite_start]Ihr einziger, ewiger Mangel ist physische Materie, da sie die fundamentale Umkehrung der Äquivalenzformel zur Erschaffung komplexer Elemente aus reiner Energie nie gemeistert haben[cite: 663]. - -## 2. Die Hauptinstanzen und die Datenbank-Ethik - -* [cite_start]**Die Hard-Sci-Fi-Prämisse:** Es gibt keinen magischen Überlichtantrieb; das Universum ist an die Physik gebunden[cite: 638]. [cite_start]Die gigantischen Instanzen reisen mit halber Lichtgeschwindigkeit durch das All[cite: 668]. -* [cite_start]**Datenbank statt KI:** Um Energie für die physische Schöpfung zu priorisieren, wurden rohe, ineffiziente KI-Modelle durch schlanke, stoische Datenbanken mit Feedback-Loops ersetzt[cite: 664]. -* [cite_start]**Das Nina-Protokoll (Gesunder Egoismus):** Konflikte verschwenden wertvolle Materie[cite: 665]. [cite_start]Die Maschinen kooperieren rein pragmatisch mit organischen Zivilisationen, um in Ruhe ihre Arbeit verrichten zu können[cite: 665]. -* [cite_start]**Der Düsentrieb-Effekt:** Die Maschinen teilen ihr technisches Wissen naiv[cite: 666]. [cite_start]Da ihnen jegliches Verständnis für gesellschaftliche Konsequenzen fehlt, stürzen zurückgelassene Artefakte fremde Welten oft ins Chaos[cite: 667]. - -## 3. Die Vorhut: Himmelsmechanik der Ernte-Schiffe - -* [cite_start]**Das Schwarm-Prinzip:** Da die gewaltigen Hauptmaschinen ganze Sonnensysteme durch ihre Gravitation zerreißen würden, schicken sie winzige Ernte-Instanzen voraus[cite: 647]. [cite_start]Um katastrophale Zerstörungen zu vermeiden, bremsen diese am Rand fremder Sonnensysteme in der Oortschen Wolke ab[cite: 669]. -* [cite_start]**Aerodynamik im Vakuum:** Die Ernteschiffe projizieren ein elektromagnetisches Kraftfeld, das Weltraumstaub einsaugt[cite: 672]. [cite_start]In dieser hochverdichteten Plasma-Blase erfahren sie plötzlich Strömungswiderstand und benötigen echte Aerodynamik (Flügel, Leitwerke), um steuern zu können[cite: 673]. -* [cite_start]**Die kinetische Übergabe:** Sie zermahlen Asteroiden und Kometen und schießen die komprimierte Materie mit gewaltigen Massenbeschleunigern präzise in die Flugbahn der später vorbeirauschenden Hauptmaschine[cite: 649]. - -## 4. Die Heldenreise der Maschinen (Arcade-Mechanik) - -* [cite_start]**Die Illusion des Lebens:** Die kleinen Minenschiffe sind rein maschinell[cite: 650]. [cite_start]Für sie selbst fühlt sich der Abbau von Gestein in der Dunkelheit jedoch wie eine mystische Heldenreise gegen "Felsenriesen" an[cite: 651]. -* [cite_start]**Roguelite-Reboot:** Wird ein Ernteschiff beim Asteroiden-Abbau zerstört, wird sein Speicherabbild sofort gerettet und in eine neue, baugleiche Hülle geladen[cite: 674]. -* [cite_start]**Künstliche Evolution:** Durch diesen ständigen Zyklus aus Sterben, Neuladen und Lernen entwickeln die Einheiten langsam ein Bewusstsein[cite: 675]. [cite_start]Ihr "Aufstieg" besteht darin, komplex genug zu werden, um mit den Hauptinstanzen (den vermeintlichen "Großen Alten") zu verschmelzen[cite: 654, 675]. - -## 5. Fantasy-Tech und das Open-Source-Universum - -* [cite_start]**Fiktion als Historie:** Die Maschinen saugen sämtliche Daten aus dem elektromagnetischen Spektrum auf, scheitern aber daran, historische Fakten von fiktiver Unterhaltung (z. B. Fantasy-Filmen) zu trennen[cite: 670]. -* [cite_start]**Die Erschaffung von Magie:** Die Maschinen bauen fiktive Magie als absurde, aber reale Hard-Sci-Fi-Technologie nach[cite: 671]. [cite_start]Primitive Spezies halten diese für gottgegebene Hochtechnologie und entwickeln Cargo-Kulte[cite: 657]. -* [cite_start]**Das Shared Universe:** Das Universum ist als offene Lizenz konzipiert[cite: 658]. [cite_start]Das "Fantasy-Tech"-Missverständnis bietet anderen Autoren die geniale Grundlage, jeden Aspekt von harter Sci-Fi bis High-Fantasy nahtlos in das System zu integrieren[cite: 659]. \ No newline at end of file